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EL DORADO  

Das Gold der Fürstengräber

Wie kaum ein anderer vermag dieser schillernde Begriff die vielen Facetten der spanischen Goldsuche auf dem amerikanischen Kontinent aufzufangen. EL DORADO, das sagenhafte Goldland, hat jedoch einen realen Hintergrund in der präkolumbianischen Kultur der Muisca, die uns durch Berichte aus der frühen Kolonialzeit überliefert sind:

Auf einem reich geschmückten Floß fuhr man den Herrscher und seinen Hofstaat auf dem gleichnamigen See in der Nähe der heutigen Hauptstadt Kolumbiens (Santafé de Bogotá) hinaus. Dort opferte der mit Goldstaub bedeckte Herrscher die mitgeführten Goldobjekte. Die Spanier haben alles, was sie erbeuteten, eingeschmolzen und nach Spanien gebracht. Dank archäologischer Grabfunde können wir heute die Reste dieser unermesslichen Schätze kulturhistorischer Goldschmiedekunst in den Museen von Bogota, Madrid und Berlin bewundern.

Der bedeutendste, zusammenhängende „Schatz der Quimbaya“, mit allein über 100 Grabbeigaben aus Gold wurde im Jahr 1892 zum 400. Jahrestag der Entdecker Amerikas erstmals in Europa ausgestellt. Weitere Funde folgten die herausragendsten Stücke lagen in Fürstengräbern, wo sie über den Tod hinaus die besondere soziale Stellung widerspiegeln sollten. Die Funde datieren aus heutiger Sicht teilweise über 2800 Jahre zurück, also bis ca. 800 Jahre vor Christi Geburt. Gold hatte für die Indios in den vorkolumbianischen Kulturen keinen materiellen Wert an sich, sondern erst zu Schmuck und zeremoniellen Objekten verarbeitet, gewann es Bedeutung als Repräsentant weltlicher und religiöser Macht.

Die Goldschmiedekunst der einzelnen Kulturen war auf bestimmte Fertigungen spezialisiert. Es entstanden Schmuckstücke, die von den alten, hochentwickelten Kulturen erzählen, die an die Reiche der legendären Inkas und Majas grenzten.